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Presse News | 1. Herren
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23.01.2012 Auch von der Lok nicht zu stoppen
  Lok schlittert mit "Kopfproblemen" in die Formkrise

Schönebeck (okr) l Kein Selbstvertrauen, kein Glück, keine Punkte - Lok Schönebeck steckt nach der zweiten Saisonniederlage in Folge mehr denn je in der Krise und im Abstiegskampf der Sachsen-Anhalt-Liga. "Die Spieler setzen sich offenbar zu sehr unter Druck. Sie sind beim Torabschluss wie blockiert", sagte Trainer Dirk Heinrichs nach der 23:31 (11:19)-Heimpleite am Sonnabend gegen den HSV Haldensleben.
Tatsächlich offenbarte der Tabellenelfte, bei dem Martin Schröder trotz ausgekugelten Daumens mit Verband auflief, wie schon in der Vorwoche gegen den Güsener HC (28:29) eklatante Abschlussschwächen. "Wir hatten unsere Möglichkeiten. Aber mit 36 Fehlwürfen kannst du eben nicht gewinnen", sprach Heinrichs das größte Defizit seiner jungen Mannschaft an.
Diese verschlief den Start in die faire Partie völlig, lag bereits früh mit 0:6 und 1:8 in Rückstand. Auffällig war, dass Lok nach den ersten zwei, drei vergebenen Möglichkeiten kein Bein mehr auf die Platte bekam und in Sachsen Chancenverwertung sündigte. "Das ist nicht die Mannschaft, die ich vom Training her kenne. Die Spieler haben im Kopf Probleme", stellte Heinrichs nüchtern fest.
Dabei rissen die Gäste im Angriff ebenfalls keine Bäume aus, hatten aber keine Mühe, ihre Führung bis zur Pause über 10:5, 15:7 und 19:11 auszubauen.

Nach Wiederbeginn blieb die Partie zunächst bis zum 14:23 ausgeglichen, ehe die Hausherren zu einem kurzen Zwischenspurt ansetzen. Ausgehend von einem erneut gut haltenden Christian Schuster im Tor und einer durchaus solide agierenden Abwehr, wurden zahlreiche Bälle erobert. Folge waren die Treffer zum 17:23 (40.) - etwas Hoffnung keimte auf.Danach verfiel Lok wieder in alte Muster und erzielte 13 Spielminuten lang keinen Treffer. Dabei vergaben Tim Böttcher, Steffen Kliem, Hendrik Grünig, Robert Mennecke und Stefan Kazmierowski (Siebenmeter) reihenweise beste Chancen, wobei Letzterer mit neun Treffern noch bester Lok-Schütze war.

Dadurch hatte der HSV leichtes Spiel, seinen Vorsprung auf 27:17 zu schrauben. Die weiteren sechs Lok-Treffer zum 23:31-Endstand, an denen der überraschend ins Tor gewechselte Routinier Ralf Borchardt (Heinrichs: "Er hält sich bei uns fit") Anteil hatte, bedeuteten nur Ergebniskosmetik.

Fazit: "Spielerisch waren wir nicht schwächer als der Gegner. Aber wir bekommen die Bälle nicht rein. Die nächsten Wochen werden nicht einfacher", sagte Heinrichs.

Lok Schönebeck: Schuster, Weiss, Borchardt - Kliem (3), Engelhardt, Schröder, Hohmann (2), Grünig, Kazmierowski (9/1), Bauer (2), Papendieck (1), Mennecke (1), Böttcher (4), Tomm (1)

Siebenmeter: Lok 4/1, HSV 5/3 Zeitstrafen: Lok 3, HSV 3


Die erste Männermannschaft des HSV Haldensleben bleibt sich auch zum Rückrundenstart in Schönebeck treu. Mit 31:23 fahren sie ihren sechsten Auswärtssieg im siebten Spiel in fremden Hallen ein.
Der kleine Kader ,von nur elf Spielern, der den Trainern Barbara Hoffmann und Steffen Oppenheimer zur Verfügung stand, agierte dabei am Anfang hoch konzentriert und effektiv.
Vor allem Dennis Domann hatte in den ersten Minuten sein Tor förmlich vernagelt. Es brauchte erst eine Auszeit der Gastgeber in der 13 Minute, ehe sie ihr erstes Tor erzielten. Da hatte der HSV aber bereits sieben Mal eingenetzt und zwei freie Bälle und einen Siebenmeter ausgelassen. Die Gastgeber schienen nach ihrer Auszeit langsam in die Partie zu kommen. Bis auf 5:10 kamen sie heran. Doch eine Überzahl für Schönebeck nach 17 Minuten „gewann“ der HSV mit 2:0 und konnte in Folge bis 16: 8, nach 24 Minuten, davon ziehen. Auf 16:10 konnte Schönebeck noch mal nach 27 Minuten verkürzen, um dann doch mit einem 11:19 Rückstand in die Pause zu gehen. Nur fünf technische Fehler allerdings auch zehn Fehlversuche , darunter zwei verworfene Siebenmeter, bildeten die erste Halbzeit für den HSV. Aufgrund des katastrophalen Gastgeberauftrittes konnte man aber sehr gut damit Leben.
Für die zweite Halbzeit nahm sich die Mannschaft vor nicht wieder, wie in den Spielen davor in Abschnitt zwei, nach zu lassen. Das gelang nur bedingt aber immerhin produzierte man eine ausgeglichene zweite Halbzeit.
24:17 stand es nach 43 Minuten, da hatte man eine Überzahl 2:0 verloren aber eigentlich war nicht viel passiert. Der HSV, lange nicht mehr so konzentriert im Angriff, leistete sich jetzt einige erfolglose Angriffe. Zudem verletzte sich Hannes Kruse in der 43.Minute,beim Stand von 24:17, am Knöchel.
Schönebeck konnte , auch Dank eines weiter bärenstarken Dennis Domann im HSV Tor ,kein Kapital daraus schlagen. Zu sehr hatten man mit den eigenen Unzulänglichkeiten zu kämpfen.
Nach 48 Minuten war die erste zehn Tore Führung , beim 27:17 , perfekt. Dann kam Torwartoldie Borchardt zwischen die Schönebecker Pfosten und „machte vorerst dicht“.
Der Gastgeber, vor seinem ihren Unmut kundtuenden Publikum, verkürzte nach 55 Minuten noch mal auf 20:27.Der Rest war dann, ein wenig wackelig und noch von einer notwendigen HSV Auszeit unterbrochen, Schaulaufen für die Gäste.
Einen verdienten Gästesieg attestierten dann auch die Schönebecker Verantwortlichen und das Zuschauer.
Mit einem positiven Punktekonto von 15:13 Punkten startet der HSV in die Rückrunde. Jetzt wird es Zeit, auch mal zu hause diese Leistung ab zu rufen. Gelegenheit dazu bereits am kommenden Samstag ,ab 16 Uhr, gegen die Oberligareserve aus Halle.
Den Wünschen einiger HSV-Aktiven doch die Heimspiele zukünftig Auswärts aus zu tragen , werden die Verantwortlichen nämlich nicht entsprechen.
HSV
Dennis Domann, Martin Kühnel, Marvin Möritz 3,Andy Krüger 4/1,Tim Tessmann 2,
Daniel Kühnel 3,Kruse 3,Tysack 6/1,Mucheyer,Fister 2,Bosneac 8/1
Zeitstrafen
HSV 3 Schönebeck 3
Siebenmeter
HSV 5/3 Schönebeck 4/2
 
Presse News Quelle: spd 1. Herren
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