1.Männer verliert Saisonauftakt

(ssc) Der HSV Haldensleben startete am Samstagabend in die neue Oberliga-Saison – und das unter denkbar schwierigen Vorzeichen. Nach einer turbulenten Vorbereitung, in der die 1. Herrenmannschaft durch Spielerabgänge und die Trennung vom Trainerteam Sonntag/Splitt beinahe vor dem Aus stand, trat das neuformierte Team, unter Trainer Fabian Damerau, hochmotiviert nun doch zum ersten Heimspiel in der Ohrelandhalle an. Gegner war mit dem HV Wernigerode ein altbekannter und stets unangenehmer Kontrahent. Am Ende mussten sich die Haldensleber jedoch unglücklich mit 27:28 geschlagen geben

Von der ersten Minute an entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Die Haldensleber Abwehr arbeitete äußerst konzentriert, verschob kompakt und zwang die Gäste zu schwierigen Würfen. Vor allem Keeper Christoph Strauß konnte sich mehrfach auszeichnen. Doch während die Defensive überzeugte, zeigte der Angriff noch große Schwächen. Unsaubere Pässe, überhastete Abschlüsse und kleine technische Fehler verhinderten, dass der HSV sich absetzen konnte. So wechselte die Führung mehrfach, ohne dass eine Mannschaft wirklich die Kontrolle übernahm. Zur Halbzeit stand ein leistungsgerechtes 12:12 auf der Anzeigetafel. Ein Ergebnis, das den Verlauf der ersten 30 Minuten perfekt widerspiegelte.

Nach der Pause kamen die Gastgeber wie verwandelt zurück aufs Feld. Mit mehr Tempo und Entschlossenheit im Angriffsspiel nutzte man die Lücken in der Wernigeröder Deckung besser aus. Besonders Hannes Kruse sorgte in dieser Phase für wichtige Treffer. In der 42. Minute leuchtete ein 20:15 auf der Anzeigetafel, die Halle stand Kopf. Doch diese komfortable Führung sollte nicht lange Bestand haben. Zunehmend schlichen sich Nervosität und Unkonzentriertheit ins Spiel der Haldensleber ein. Ballverluste und vergebene Chancen luden die Gäste förmlich ein, ins Spiel zurückzukommen. Wernigerode nahm die Geschenke dankend an, drehte noch einmal auf und arbeitete sich Tor um Tor heran.

Die Partie spitzte sich zu einem echten Krimi zu. Wenige Sekunden vor Schluss lag der HSV mit 27:28 zurück, hatte aber noch einmal den Ball. Der letzte Angriff lief über Neuzugang Tommy Hinze, der sich ein Herz fasste und den Ball mit der Schlusssirene ins Tor hämmerte. Die Ohrelandhalle explodierte – doch die Freude währte nur Sekunden. Der Schiedsrichter entschied auf Betreten des Torraums und gab den Treffer nicht. Eine Entscheidung, die für großen Unmut sorgte. Nahezu alle Zuschauer waren sich einig, dass Hinze klar vor der Linie abgesprungen war. „Ein reguläres Tor“, meinte auch manch neutraler Beobachter. Statt des gefeierten Punktgewinns stand eine bittere und unglückliche 27:28-Heimniederlage.

Trotz des verpassten Auftakterfolgs überwiegt beim HSV Haldensleben das Positive. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie nach den schweren Wochen eine echte Einheit bildet. Die Defensive stand über weite Strecken stabil, und auch im Angriff blitzte immer wieder das Potenzial des Teams auf. Mit mehr Ruhe und Abgeklärtheit in den entscheidenden Phasen sind in dieser Saison noch viele Punkte möglich.

Am kommenden Samstag bietet sich direkt die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung. Dann empfängt der HSV um 19 Uhr in der Ohrelandhalle den SV Eiche 05 Biederitz. Mit der Unterstützung der heimischen Fans soll dann der erste Saisonsieg gelingen.

#EinTEAM #BatterieFEUER!!

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