Andy Krüger – ein Vorbild für die Mannschaft

(nsc) Mit einer eindrucksvollen Siegesserie von genau einem Spiel reiste die 3. Herrenmannschaft des HSV Haldensleben am Wochenende zum Auswärtsspiel bei der SG Fortschritt Burg. Der Gegner – ein Neuling in der Liga nach rund sechs Jahren Männer-Handball-Pause – hatte die ersten beiden Partien gewonnen und ging entsprechend selbstbewusst in die Partie. Unsere Jungs dagegen waren gewarnt, aber auch fest entschlossen, die historische Erfolgsserie von „ein Sieg in Folge“ auszubauen.

Und zunächst sah es tatsächlich so aus, als könnten sie die Börde ins Wanken bringen. Allen voran Andy Krüger, der Mann, der beweist, dass Größe wirklich nicht alles ist. Mit drei Toren in Serie katapultierte er die Gäste zur 3:1-Führung. Die 140 Burger Fans rieben sich verwundert die Augen: ein Spieler, der kaum über die Werbebande hinwegzuschauen vermag, drosch den Ball ins Netz, als hätte er heimlich einen Katapult im Arm. Hinter ihm parierte Torwart Lars Michl Bälle wie Neo im Matrix-Modus, während die Abwehr Beton anrührte und der Angriff in ruhigen Bahnen lief. Halbzeitstand: 10:11 für Haldensleben. Und in der Halle war es kurz so still, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können – wenn sie nicht von einem Burger-Fan lautstark zertreten worden wäre.

Doch in Halbzeit zwei änderte sich das Bild. Der Plan, die Außenspieler öfter einzusetzen, war clever – allein die Burger Torhüter waren schlichtweg zu groß. Mit ihrer Spannweite hätten sie problemlos bei der örtlichen Feuerwehr die Drehleiter ersetzen können. Jeder Wurf wirkte wie eine Schneeflocke im Windkanal: hübsch, aber ohne Chance, heil durchzukommen. So schwanden die Ideen, der Kopf ging runter, und auf der Bank herrschte mehr Leere als im Burger Freibad im November.

Die Gastgeber spielten sich währenddessen in einen Rausch, das Publikum tobte, und am Ende leuchtete ein 25:19 von der Anzeigetafel. Die Siegesserie des HSV Haldensleben war also beendet – nach exakt einem Spiel.

Trotzdem: Die „Jungen Wilden“ machten ihre Sache ordentlich, beide Torhüter hielten den Schaden im Rahmen, und die Abwehr zeigte echte Fortschritte. Vor allem aber darf man stolz auf Andy Krüger sein: klein im Zentimetermaß, riesig in der Leistung. Mit so viel Herzblut und einer Portion Humor im Gepäck kann das nächste Heimspiel gegen Eintracht Immekath nur besser werden – und vielleicht beginnt ja dann eine ganz neue Siegesserie.

#EinTEAM #BatterieFEUER!!

3.Männer: Witt, Michl (TW), Deutschmann (4), Krüger (7), Frohse (1), Gutsch, Schmidt (1), Luer, Radke, Trültzsch (5), Schulze (1)

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