1.Männer kassiert die vierte Niederlage

(ssc) Der HSV Haldensleben steckt weiter in der Ergebniskrise. Auch im vierten Saisonspiel der Handball-Oberliga Sachsen-Anhalt blieb das Team von Trainer Fabian Damerau ohne Punkte. Vor heimischer Kulisse unterlag der HSV am Samstagabend der HSG Wolfen 2000 mit 35:38 (17:20).

Schon in den Anfangsminuten deutete sich an, dass es für die Haldensleber ein schwerer Abend werden würde. In der Defensive fehlte die klare Zuordnung, sodass die Gäste immer wieder zu leichten Toren kamen. Auch im Angriff lief wenig zusammen: Anstatt geduldig die Chancen herauszuspielen, griffen die Spieler überhastet zum Abschluss, mit überschaubarem Erfolg. So stand es bereits nach acht Minuten 4:9, woraufhin Trainer Damerau gezwungen war sein erstes Timeout zu nehmen, um sein Team wachzurütteln. Dieser Impuls zeigte zumindest teilweise Wirkung. Zwar blieb die Abwehr fehleranfällig, doch mit zunehmender Spieldauer fand der HSV besser ins Spiel. Ab der 15. Minute war ein Aufwärtstrend erkennbar. Die Abwehr packte entschlossener zu, im Angriff wurde häufiger das Zusammenspiel gesucht. So gelang es, den zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Rückstand Schritt für Schritt zu verkürzen. Bis zur Pause war der Rückstand auf drei Treffer geschmolzen (17:20) – ein Ergebnis, das Hoffnung machte.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit zeigten die Haldensleber ein anderes Gesicht. Zwar blieb die Defensive nicht fehlerfrei, doch offensiv lief es nun deutlich runder. Mehr Bewegung ohne Ball und konsequentere Abschlüsse sorgten dafür, dass die Gastgeber den Rückstand weiter verkleinern konnten. In der 40.Minute stand es nur noch 25:26 – die Halle spürte, dass nun sogar die Wende möglich war. Doch genau in dieser Phase verpasste es der HSV, den Ausgleich zu erzielen. Mehrfach boten sich Gelegenheiten, doch entweder scheiterte man am gegnerischen Torhüter oder der Abschluss war nicht präzise genug. Hinzu kam, dass die sonst so starken Torhüterleistungen diesmal ausblieben. In den vergangenen Wochen hatten die Keeper des HSV mit einer Quote von durchschnittlich 43 Prozent gehaltener Bälle geglänzt. Gegen Wolfen kamen sie allerdings kaum in den Rhythmus, was aus daran gelegen hat, dass sie sich nicht wie in den letzten Spielen auf den Rückhalt aus der Abwehr verlassen konnten. So fanden viele Würfe der Gäste den Weg ins Tor. Infolge dieser Kombination wuchs der Druck auf die Haldensleber, die Gäste nutzten das clever und hielten den Vorsprung konstant.

So blieb es bis in die Schlussphase bei einem Abstand von zwei bis drei Toren. Der HSV kämpfte zwar tapfer, fand aber nicht mehr die Mittel, um das Spiel endgültig zu drehen. Am Ende stand eine 35:38-Niederlage, die den Fehlstart in die Saison komplettierte – vier Spiele, vier Niederlagen.

Für den HSV Haldensleben geht es nun in eine Trainingswoche, in der viel aufgearbeitet werden muss, denn am kommenden Samstag (Anwurf 16.30 Uhr) geht es mit einem Auswärtsspiel beim BSV 93 Magdeburg weiter.

#EinTEAM #BatterieFEUER!!

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