Schritt nach vorn trotz Niederlage in Güsen

(nsc) Die Reise ins Ungewisse, aber gut, erstes von drei Auswärtsspielen hintereinander. Und wie es sich für die 3. Herren gehört, haben wir uns wieder einmal, wie eine Wundertüte im Sonderangebot präsentiert. Du weißt nie, was drin ist: ein Überraschungsei, ein Böller oder ein halbes Kondom – exakt so fühlt sich die Aufstellung der Dritten häufig an.

Unser Gegner: Güsen II. Tabellenplatz 3. Wir: der drittletzte Stolz der Liga. Ein Duell also auf Augenhöhe… wenn einer von uns auf einer Leiter steht. Der Gegner war uns nicht unbekannt, aber diesmal schwer einzuschätzen: Viele erfahrene Haudegen gemischt mit jungen Wilden – so ein wenig wie eine alte Rockband, die plötzlich TikTok entdeckt hat.

Trainer Schünemann stellte daher klug fest: „Es kann alles passieren.“ Und wer die Dritte kennt, weiß: Das ist keine Einschätzung – das ist eine Drohung. Taktik für heute: ruhig spielen, konzentriert bleiben, Tempo unten halten. Also Dinge, die wir ungefähr so zuverlässig können wie ein 80-jähriger Parkour.

1. Halbzeit – Die Ruhe vor dem Torhagel, der nicht kam –

Das Spiel begann… ruhig. Sehr ruhig. So ruhig, dass man meinen konnte, wir meditieren kollektiv. Doch siehe da – unser Plan ging auf! Güsen wusste nicht, wie ihnen geschah. Fast 5 Minuten lang erzielte niemand ein Tor. Die Halle war perplex. Die Schiedsrichter schauten sich an, ob sie vielleicht die falsche Sportart angepfiffen hatten. Und wir so: „Ey Leute… wir stehen gut… DA GEHT WAS!“ Die Abwehr arbeitete konzentriert, der Angriff spielte sinnvoll, kontrolliert und – Achtung, festhalten – strukturiert. Ja, WIR und STRUKTURIERT im selben Satz. Historisch. Und einer strahlte über allem: Torhüter Marvin Witt. Marvin, der Mann mit Reflexen wie ein geölter Ninja, fischte eine klare Chance nach der anderen raus. Der Gegner verzweifelte. Zuschauer tuschelten: „Hat er Magneten in den Händen?“ – „Nee, der hat einfach ‘nen guten Tag.“ – „Oder ‘nen Pakt mit höheren Mächten.“ Bei Minute 25 stand es 10:10. Güsen kassierte eine Zeitstrafe – wir so: „Nehmen wir!“ Und zack: 10:12 für uns zur Pause. Auswärtsführung. Das passiert uns ungefähr so oft wie ein Lotto-Sechser ohne Zahlen.

2. Halbzeit – Wenn die jungen Wilden ihre Laufschuhe schnüren –

In der Kabine war klar: Wir bleiben bei der gleichen Strategie. Warum auch was ändern? Wir waren gut (!!!). Doch dann kam Güsen aus der Halbzeit – und plötzlich standen da junge, schnelle Spieler auf dem Feld, die vorher wahrscheinlich irgendwo Pokémon gejagt haben. Unser Mittelmann Andy Krüger wurde von einem Kerl bewacht, der doppelt so schnell war wie sein eigener Shadow-Clone. Güsen machte Tempo, wir eher nicht. Und schwupps stand’s 14:13. Die gegnerische Abwehr wurde dichter, während unsere Kreativität ein wenig nachließ. Trainer Schünemann reagierte und stellte auf zwei Kreisspieler um – ein genialer Plan, der neue Impulse brachte.

Und wieder – wie aus einem schlechten Superheldenfilm – trat Marvin „The Wall“ Witt ins Rampenlicht. Freie Würfe? Nicht mit ihm. Würfe aus dem Rückraum? Weggepflückt. Gegenstöße? Nur über seine Leiche. Bis zum 15:15 war das ein richtig ansehnliches Handballspiel. Dann allerdings gingen uns langsam die Körner aus. Und wir verfielen in das allseits bekannte Muster: Ballverlust, technischer Fehler, Konter, verzweifelte Blicke. Der Gegner zog auf 18:15 weg. Wir bäumten uns noch einmal auf (22:20), aber dann kam der berühmte „Güsen-Lauf“ (28:23). Ab hier war klar: Die Punkte bleiben hier. Auch wenn wir bei 31:27 tapfer mit erhobenem Kopf verloren.

Fazit – Niederlage? Ja. Rückschritt? Auf keinen Fall!

Wir haben als Team gespielt, uns an die Strategie gehalten und gezeigt, was möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Auch wenn es am Ende nicht reichte, war es ein großer Schritt nach vorn. Ein Spiel, das Mut macht. Eins, das zeigt, dass der drittletzte Tabellenplatz nicht unser Schicksal sein muss.

#EinTEAM #BatterieFEUER!!

3.Männer: Tor: Witt, Michl, Feld: Deutschmann (2 Tore), Schulze (2), Krüger (4), Frohse, Schmidt, Vester (1), Lüer (3), Radke (1), Jolk (7), Trültzsch (7)

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