Druck im Abstiegskampf wächst

(dbi) Die Oberliga-Handballer des HSV Haldensleben mussten am vergangenen Samstag eine bittere Niederlage im direkten Kellerduell hinnehmen. Bei der zweiten Mannschaft des HV Rot-Weiß Staßfurt unterlagen die Rolandstädter mit 30:23 (16:12) – und verpassten damit die große Chance, die rote Laterne abzugeben und gleich zwei Tabellenplätze gutzumachen.

Schon die Vorbereitung auf das wichtige 4-Punkte-Spiel stand unter schwierigen Vorzeichen. Nach dem überzeugenden Heimsieg gegen Halle folgten zwei spielfreie Wochenenden, in denen der Spielrhythmus verloren ging. Auch die Trainingsbeteiligung der letzten Wochen ließ aus unterschiedlichsten Gründen zu wünschen übrig. Besonders schwer wog jedoch die angespannte Personalsituation im Rückraum: Neben den Langzeitverletzten Bartelt und Lampe fielen kurzfristig auch die zuletzt starken Schenk und Fanselow verletzt aus. Kruse und Körtge standen aus privaten bzw. beruflichen Gründen ebenfalls nicht zur Verfügung – der Rückraum stellte sich damit nahezu von selbst auf.

Trotz der widrigen Voraussetzungen erwischte der HSV einen guten Start. Nach 11 Minuten führte die Mannschaft von Trainer Fabian Damerau verdient mit 4:7 und zwang Staßfurt zur ersten Auszeit. Beim 5:8 schien alles in die richtige Richtung zu laufen, doch dann riss der Faden. Überhastete Abschlüsse und vermeidbare Ballverluste luden die Hausherren ein, das Spiel zu drehen. Beim 9:9 nahm Damerau ebenfalls die Auszeit, doch die gewünschte Stabilität kehrte nicht zurück. Staßfurt nutzte die Phase konsequent und erspielte sich bis zur Pause eine 16:12-Führung.

Vier Tore Rückstand sind im Handball noch kein Grund zur Panik, und der HSV blieb zunächst bis zum 22:19 (42. Minute) in Schlagdistanz. Doch in der Schlussviertelstunde brachen die Gäste komplett ein. Die Körpersprache ließ nach, klare Chancen blieben ungenutzt und die Gastgeber zogen Tor um Tor davon. Am Ende stand eine deutliche Niederlage, die der HSV vor allem aufgrund der Einstellung zu verschulden hatte.

Einziger Lichtblick war an diesem Nachmittag Bennet Steinbrecher. Der junge Allrounder übernahm über 60 Minuten hinweg Verantwortung und avancierte mit starken 9 Treffern zum besten Haldensleber Torschützen.

Mit der Niederlage wächst der Druck auf die Haldensleber weiter. Bereits am kommenden Samstag steht die nächste richtungsweisende Partie an: Im Auswärtsspiel bei der SG Kühnau in Dessau-Roßlau braucht der HSV dringend Punkte, um den Anschluss ans rettende Ufer nicht zu verlieren.

#EinTEAM #BatterieFEUER!!

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