Eine handballerische Weihnachtsgeschichte

(nsc) Es war das letzte Punktspiel des Jahres, und in der Halle lag fast so viel Spannung wie Zimtduft auf einem Weihnachtsmarkt. Die männliche Jugend C des HSV Haldensleben empfing den HSV Magdeburg zum vorweihnachtlichen Kräftemessen. Leider mussten Tim und Thorben krankheitsbedingt mit einem Einsatz auf dem Feld verzichten, doch sie hatten es sich auf der Tribüne gemütlich gemacht und unterstützten ihre Mannschaft dort mindestens genauso engagiert wie sonst auf der Platte. Carlson und Lennis waren zwar angeschlagen, schnürten aber tapfer ihre Handballschuhe – schließlich lässt man seine Mannschaft kurz vor Weihnachten nicht im Stich.

Am Kampfrichtertisch saß an diesem Abend ein Mann, der offenbar heimlich vom Weihnachtsmann persönlich eingewiesen worden war: Stefan Radke. Mit der Gelassenheit eines erfahrenen Geschenkverteilers und der Genauigkeit eines Uhrwerks sorgte er dafür, dass Zeit, Tore und Strafen stets perfekt passten. Wenn es für Sekretäre einen Wunschzettel gäbe – Stefan hätte alle Häkchen gesetzt.

Als das Spiel begann, wirkten unsere Jungs ein wenig so, als hätten sie zu viel Kakao getrunken. Ungewohnt aufgeregt ging es hin und her, und bis zur 20. Spielminute lieferten sich beide Mannschaften ein hart umkämpftes Kopf-an-Kopf-Rennen. Kein Team wollte dem anderen auch nur ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk machen. Doch dann, ab der 21. Minute, war es, als hätte jemand den Schalter von Advent auf Heiligabend umgelegt. Die Abwehr der Haldensleber Jungs wurde zur fest verschlossenen Weihnachtsstube – hier kam niemand mehr rein. Vorne zündeten Luca und Carl den Lichterbogen im Angriff und warfen fünf Tore in Folge. Der HSV Magdeburg schaute etwas ratlos, während unsere Jungs mit einer gemütlichen 15:9-Führung in die Halbzeitpause gingen. Zeit für eine kurze Bescherung in der Kabine.

In der zweiten Halbzeit wollten die Jungs genau dort weitermachen, wo sie aufgehört hatten. Doch zunächst fühlte es sich eher an wie der Morgen nach der Weihnachtsfeier. Die ersten 15 Minuten zogen sich in die Länge: Fehlwürfe, überhastete Angriffe, Pass- und Fangfehler und ein schnelles Angriffsspiel, das offenbar noch im Schlitten feststeckte. Erst ab der 40. Spielminute erinnerten sich unsere Jungs daran, dass Weihnachten ja eigentlich ein Fest der Freude ist. Plötzlich lief der Ball wieder rund, Kreuzbewegungen wurden sauber ausgespielt und es fielen schöne Tore, eines nach dem anderen. Die Gäste konnten nur noch staunen, während der Vorsprung weiter anwuchs.

Am Ende stand ein ungefährdeter 27:18-Erfolg auf der Anzeigetafel – ein sportliches Weihnachtsgeschenk, sauber verpackt und pünktlich ausgeliefert. Nun dürfen sich die Jungs bis zum 4. Januar 2026 auskurieren, Plätzchen essen und die Feiertage genießen. Danach geht es frisch gestärkt zum stark besetzten Neujahrsturnier nach Barleben, wo die nächsten sportlichen Vorsätze auf sie warten. Die Mannschaft wünscht allen Eltern, Fans, Freunden und Carsten Strozyk eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch ins Jahr 2026.

#EinTEAM #BatterieFEUER!!

männliche C-Jugend: Tor: Olli (5 Paraden), Finn (4), Feld: Arno (1 Tor), Syd, Fynn, Richard, Gia Huy (1), Luca (13), Carl (5), Carlson (3), Lennis, Robin (1), Ole (3), Trainer: David Weihnachtsbaum und Nilskolaus

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