Blutleerer Auftritt des HSV Haldensleben

(dbi) Einmal mehr mussten die Oberliga-Handballer des HSV Haldensleben eine Niederlage hinnehmen. Beim Heimspiel gegen den TuS Radis gelang es den Kreisstädtern nicht, den Negativtrend der vergangenen Wochen zu stoppen. Nach einem über weiten Strecken blutleeren Auftritt stand am Ende eine auch in dieser Höhe verdiente 20:29-Niederlage, die den HSV weiter tief im Tabellenkeller hält.

Von Beginn an war erkennbar, dass die Gäste aus Radis an diesem Abend die aktivere und entschlossenere Mannschaft stellten. Während der HSV Haldensleben nur schwer in die Partie fand, präsentierten sich die Radiser von der ersten Minute an wach, fokussiert und handlungsschnell. Bereits nach fünf Minuten lag der HSV mit 1:5 im Hintertreffen. Auch eine frühe Auszeit in der 9. Minute beim Stand von 2:6 brachte keine spürbare Wende im Spiel der Hausherren. Zwar gelang es den Haldenslebern in der Folge, den Rückstand zunächst in einem erträglichen Rahmen zu halten, doch echte Akzente im Angriff blieben Mangelware. Bis zur 23. Minute konnte der Vier-Tore-Abstand beim 8:12 gehalten werden, ohne dass dabei das vorhandene Potenzial der Mannschaft sichtbar wurde. Zu oft fehlte es im Positionsangriff an Durchschlagskraft, Kreativität und klaren Lösungen. Auch die sieben Treffer von Bennet Körtge, der einmal mehr bester Torschütze seines Teams war, konnten daran wenig ändern. Einziger wirklicher Lichtblick im ersten Durchgang war das Torhüterduo der Gastgeber. Vor allem Christopher Strauß wusste mit mehreren starken Paraden zu überzeugen und verhinderte mit seinen Reflexen einen deutlich höheren Pausenrückstand. So ging es aus Sicht des HSV mit einem 10:15 in die Kabinen – ein Rückstand, der zwar deutlich, aber noch nicht uneinholbar war.

Die Hoffnung auf eine Leistungssteigerung nach dem Seitenwechsel erfüllte sich jedoch nicht. Zwar stand die Abwehr phasenweise stabil, und auch die Torhüterleistungen blieben ordentlich, doch die offensiven Probleme zogen sich weiter durch das Spiel. Fehlende Bewegung, zu wenig Tiefe im Angriffsspiel und einfache Ballverluste luden die Gäste immer wieder zu schnellen Toren ein. Spätestens beim 13:21 in der 43. Minute waren die Messen gelesen. In der Schlussphase kam mit dem erst 17-jährigen Ian Weingart noch ein weiterer Torhüter zum Einsatz, der den im Urlaub befindlichen Eric Pfeiffer vertrat. Auch Weingart fügte sich nahtlos ein und zeigte mit mehreren Paraden eine starke Leistung. Beim 18:23 in der 52. Minute keimte kurzzeitig noch einmal die Hoffnung auf, das Ergebnis zumindest erträglicher zu gestalten, doch auch diese Phase blieb ohne nachhaltigen Ertrag.

So stand am Ende eine klare 20:29-Heimniederlage zu Buche, die viele ratlose Gesichter hinterließ – auf dem Feld ebenso wie auf den Tribünen. Der HSV Haldensleben wartet damit weiter auf den zweiten Saisonsieg und steht vor der schweren Aufgabe, in den kommenden Wochen nicht nur Punkte, sondern auch neues Selbstvertrauen zu sammeln.

#EinTEAM #BatterieFEUER!!

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